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22. Juli 2026

Hydraulischer Abgleich: So funktioniert’s – Schritt für Schritt

Ein hydraulischer Abgleich dient der bedarfsgerechten Wärmeverteilung im Heizsystem. Er sorgt dafür, dass jeder Raum die Wärmemenge erhält, die er benötigt

Ein hydraulischer Abgleich dient der bedarfsgerechten Wärmeverteilung im Heizsystem. Er sorgt dafür, dass jeder Raum die Wärmemenge erhält, die er benötigt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie systematisch vorgehen – sowohl bei Heizkörpern als auch bei Fußbodenheizungen.

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1. Raumweise Heizlastberechnung

Die Grundlage jeder Planung ist die vereinfachte raumweise Heizlastberechnung. Sie berücksichtigt:
- Transmissionswärmeverluste (z. B. durch Fenster, Wände, Dach)
- Lüftungswärmebedarf
- Baualtersklassen und Dämmzustand

Tipp: Nutzen Sie die kostenfreie Software DanBasic von Danfoss für eine einfache Berechnung.

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2. Zonierung in Verbrauchereinheiten

Die Heizungsanlage wird in kleine Verbrauchseinheiten unterteilt. Mit druckunabhängigen Armaturen stellen Sie sicher, dass in jedem Lastfall die richtige Wassermenge fließt – unabhängig von Druckschwankungen

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3. Wärmeübertragungsflächen analysieren

Ob Heizkörper oder Fußbodenheizung – die Art der Wärmeübertragung beeinflusst die Planung maßgeblich. Ziel ist es, die passende Systemtemperatur für Erzeugung, Verteilung und Übergabe zu ermitteln.

4. Funktion und Prozess festlegen – Armaturen & Regelungstechnik

Durch die Funktion der Armaturen (druckabhängig oder druckunabhängig) und den Prozess der Einstellung (Berechnung oder automatisch/temperaturbasierendes Verfahren) werden die anzustrebenden Systemtemperaturen festgelegt.

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5. Qualität der Nachplanung definieren

Die Nachrechnung erfolgt praxisgerecht in unterschiedlichen Qualitätsstufen. Das Ergebnis ist die Basis für eine weitere (optionale) Heizungsoptimierung durch adaptive Systeme.

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Für Heizkörper

  1. Heizlast je Raum berechnen (inkl. Fenster, Wände, Dämmung etc.)

  2. Heizleistung der vorhandenen Heizkörper bei 70/55 °C berechnen

  3. Heizlast und Heizleistung vergleichen → Überdimensionierungsfaktor ermitteln

  4. Reale Massenströme und Rücklauftemperaturen berechnen

  5. Systemtemperaturen absenken

  6. Differenzdrücke über Thermostatventile optimieren

  7. Einstellungen für Thermostatventile, Pumpe und Druckregler festlegen

Für Fußbodenheizung

  1. Heizlast je Raum berechnen (alternativ: nach Baualtersklasse)

  2. Verlegeabstand bestimmen (z. B. 15 cm)

  3. Vorlauftemperatur und Spreizung berechnen

  4. Massenstrom je Heizkreis ermitteln

  5. Druckverlust je Heizkreis berechnen

  6. Gesamtmassenstrom und minimalen Differenzdruck bestimmen

  7. Förderhöhe der Pumpe berechnen

  8. Bei dicken Bodenbelägen: Vorlauftemperatur anpassen

  9. Feinanpassung im Betrieb oder durch adaptive Systeme

6. Tools & Produkte von Danfoss

Danfoss bietet praxisnahe Werkzeuge und Produkte für den hydraulischen Abgleich:

  1. Schulungen: Live-Online-Kurse mit Theorie & Praxis

  2. DanBasic: Software zur Heizlastberechnung

  3. Installer App: Digitale Toolbox für Installateure

  4. Produkte: RA-N, RA-DV, ASV-PV, AB-PM, Danfoss Eco™, Icon2™, Ally™

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