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PFEIFFER & MAY Gruppe
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20. September 2026

Barrierefreie Badewanne: Tür nachrüsten oder Dusche?

Badewanne trotz eingeschränkter Beweglichkeit weiter nutzen? Erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt, wie eine Badewannentür nachgerüstet wird und wann eine bodengleiche Dusche sinnvoller ist.

Der hohe Rand einer klassischen Badewanne kann mit zunehmendem Alter oder bei eingeschränkter Beweglichkeit zum Hindernis werden. Wer trotzdem nicht auf ein Vollbad verzichten möchte, muss die Wanne jedoch nicht automatisch durch eine Dusche ersetzen. Eine Badewannentür, ein niedriger Einstieg oder zusätzliche Halte- und Einstiegshilfen können die vorhandene Badewanne leichter zugänglich machen.

PFEIFFER & MAY zeigt im Bereich Badewannen unter anderem auch Badewannen mit Tür. Zusätzlich gibt es im Bereich Barrierefreies Badezimmer verschiedene Lösungen für eine vorausschauende Badplanung.

Welche Möglichkeiten gibt es, eine Badewanne altersgerecht nachzurüsten?

Nicht immer ist ein kompletter Austausch notwendig. Je nach vorhandener Wanne und persönlichen Anforderungen kommen unterschiedliche Lösungen infrage:

  • Badewannentür nachrüsten: Ein Teil des Wannenrandes wird entfernt und durch eine wasserdicht schließende Tür ersetzt.

  • Niedrigen Einstieg nachrüsten: Der Wannenrand erhält eine Öffnung ohne Tür. Die Wanne lässt sich dann leichter zum Duschen nutzen, ein Vollbad ist jedoch nicht mehr möglich.

  • Haltegriffe oder Einstiegshilfen ergänzen: Sie können das Ein- und Aussteigen unterstützen, wenn der hohe Wannenrand grundsätzlich noch bewältigt werden kann.

  • Badewannenlifter nutzen: Eine Sitzfläche fährt kontrolliert in die Wanne hinunter und wieder nach oben.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, ob weiterhin gebadet werden soll und wie sicher Einsteigen, Hinsetzen und Aufstehen noch möglich sind.

Passende Halte- und Stützgriffe finden sich auch bei den Badezimmer-Accessoires von PFEIFFER & MAY.

Badewannentür nachrüsten: Wie funktioniert der Einbau?

Bei einer nachträglichen Badewannentür bleibt die bestehende Wanne grundsätzlich erhalten. Ein Fachbetrieb schneidet beziehungsweise fräst eine passende Öffnung in den Wannenrand. Anschließend wird ein Türsystem eingesetzt, fachgerecht abgedichtet und auf seine Dichtheit geprüft. Die Tür muss zum Baden geschlossen werden und verhindert über Dichtung und Verriegelung den Wasseraustritt.

Kann jede Badewanne mit einer Tür nachgerüstet werden?

Viele klassische Badewannen aus Acryl oder Stahl-Emaille lassen sich nachträglich bearbeiten. Ob der Einbau tatsächlich möglich ist, hängt jedoch von Material, Form, Wandstärke, Einbausituation und Zustand der vorhandenen Wanne ab. Deshalb würde ich im Blog nicht schreiben, dass wirklich jede Wanne geeignet ist – die technische Machbarkeit sollte vorab vom ausführenden Fachbetrieb geprüft werden.

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Sind begehbare Badewannen im Alltag praktisch?

Eine begehbare Badewanne kann besonders praktisch sein, wenn weiterhin regelmäßig gebadet werden soll, der hohe Wannenrand aber zunehmend Schwierigkeiten bereitet. Der Einstieg wird deutlich niedriger und die vorhandene Wanne muss bei einer Nachrüstung nicht vollständig entfernt werden.

Ganz ohne Einschränkungen funktioniert die Lösung jedoch nicht. Eine kleine Einstiegsschwelle bleibt weiterhin bestehen. Beim Vollbad muss die Tür geschlossen sein, bevor Wasser eingelassen wird. Nach dem Baden kann sie erst geöffnet werden, wenn das Wasser ausreichend abgelaufen ist. Ein schneller Ablauf kann deshalb im Alltag wichtig sein. Für Personen, die eine vollständig schwellenlose und mit dem Rollstuhl befahrbare Lösung benötigen, ist eine bodengleiche Dusche meist besser geeignet.

Vorteile: geringerer Einstieg, vorhandene Wanne kann häufig erhalten bleiben, Baden bleibt bei einer Tür weiterhin möglich und der bauliche Eingriff ist meist kleiner als bei einem vollständigen Badumbau.

Nachteile: eine Restschwelle bleibt, die Wanne ist nicht mit dem Rollstuhl befahrbar und beim Vollbad muss vor dem Öffnen der Tür zunächst das Wasser ablaufen.

Was kostet eine Badewannentür?

Die Preise hängen stark von Wannentyp, Türsystem und Einbausituation ab. Als Orientierung nennt pflege.de für das Nachrüsten eines Einstiegs mit Tür in eine vorhandene Wanne etwa 2.500 bis 5.000 Euro. Für eine komplett neue Badewanne mit Tür werden dort ebenfalls grob 2.000 bis 5.000 Euro einschließlich Montage genannt; beim Austausch können zusätzliche Kosten für Demontage, Entsorgung oder Anpassungen entstehen.

Variante

Grobe Orientierung

vorhandene Wanne mit Tür nachrüsten

ca. 2.500–5.000 €

neue Badewanne mit Tür

ca. 2.000–5.000 € zzgl. möglicher Zusatzarbeiten

Die Werte sind keine Angebotspreise. Vor einer Entscheidung sollten konkrete Angebote für die vorhandene Wanne eingeholt werden.

Bei anerkanntem Pflegegrad kann eine solche Maßnahme unter bestimmten Voraussetzungen als wohnumfeldverbessernde Maßnahme bezuschusst werden. Statt das hier noch einmal ausführlich zu erklären, würde ich direkt auf deinen Beitrag „Altersgerechtes Bad: Kosten, Pflegekasse & Zuschüsse 2026“ verlinken.

Badewanne oder bodengleiche Dusche: Was eignet sich fürs Alter?

Das hängt vor allem davon ab, wie das Bad künftig genutzt werden soll.

Wer weiterhin gerne badet, noch selbstständig in eine niedrige Einstiegsschwelle steigen kann und die vorhandene Badewanne erhalten möchte, kann mit einer nachgerüsteten Badewannentür eine praktische Lösung finden.

Wird dagegen ein möglichst schwellenloser Zugang benötigt oder soll der Duschbereich später mit Rollstuhl, Duschsitz und Haltegriffen genutzt werden können, bietet eine bodengleiche Dusche mehr Möglichkeiten. Wie der Austausch konkret abläuft, erklärt der Beitrag Badewanne zur Dusche umbauen: Ablauf, Kosten & Voraussetzungen.

Welche Maße, Bewegungsflächen und Ausstattungen dabei wichtig sind, zeigt der Beitrag Barrierefreie Dusche planen: Maße, Duschsitz & Rutschhemmung.

Die übergeordneten Anforderungen für das gesamte Badezimmer stehen bereits im Ratgeber „Barrierefreies Bad planen: Maße, Waschplatz und Haltegriffe“.

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Brauche ich im Alter wirklich eine begehbare Badewanne?

Nicht automatisch. Entscheidend ist nicht allein das Alter, sondern wie sicher die vorhandene Badewanne noch genutzt werden kann.

Ist der Einstieg nur etwas unangenehmer geworden, können zunächst Haltegriffe oder eine Einstiegshilfe ausreichen. Wird das Übersteigen des Wannenrandes dagegen zunehmend unsicher, kann eine Badewannentür die Nutzung deutlich erleichtern. Ist auch eine niedrige Schwelle problematisch oder wird mehr Bewegungsfläche benötigt, sollte eher über eine bodengleiche Dusche nachgedacht werden.

Damit ist eine begehbare Badewanne vor allem für Menschen interessant, die ihre Wanne weiterhin nutzen möchten, aber den hohen Einstieg reduzieren wollen.

Badewannenlösungen live erleben und planen

Ob eine Badewanne weiterhin zum eigenen Alltag passt oder eine Dusche langfristig mehr Komfort bietet, lässt sich am besten im Zusammenspiel mit dem gesamten Badezimmer beurteilen.

In den PFEIFFER & MAY Badausstellungen können unterschiedliche Wannen- und Duschlösungen miteinander verglichen werden.

Für erste Überlegungen zur Raumaufteilung können Badewanne und Dusche mit dem PFEIFFER & MAY 3D-Badplaner im eigenen Grundriss ausprobiert werden. Grundriss, Fotos und persönliche Anforderungen können außerdem in der PFEIFFER & MAY Videoberatung besprochen werden.

Weitere passende Lösungen finden sich in den Bereichen Badewannen, Barrierefreies Badezimmer und Badezimmer-Accessoires mit Haltegriffen.

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